Ein Jahr Kultur erleben

Nele Hampel, Charlotte Fiedler und Annika Titgemeyer sammeln Erfahrungen im Kulturbereich der Stadt Lippstadt

Lippstadt. Ein Jahr voll Kultur: Nele Hampel, Charlotte Fiedler und Annika Titgemeyer haben sich nach dem Abitur für ein Jahr Bundesfreiwilligendienst bei der Stadt Lippstadt entschieden und erleben dabei die ganze Bandbreite des Kulturbereichs. Seit August bzw. September 2015 sind die drei „Bufdinen“ im Einsatz – im Fachdienst Kultur und Weiterbildung, bei der Volkshochschule und in der Conrad-Hansen-Musikschule der Stadt Lippstadt.

 

„Nach der sehr theoretischen Schulzeit habe ich eine Möglichkeit gesucht, erste praktische Arbeitserfahrungen zu sammeln“, beschreibt Charlotte Fiedler ihre Motivation für den Einsatz als „Bufdine“. Die 19-Jährige kümmert sich in der Conrad-Hansen-Musikschule um die Pflege und Erweiterung der Notenbibliothek. Dazu gehören zum Beispiel die Erstellung und Erweiterung einer Bibliothekssystematik, das Inventarisieren von Noten und Lehrwerken aller Art, das Reparieren von älteren „Schätzchen“, die Ausleihe und Rückgabe, und natürlich auch das Einsortieren und Ordnen von Noten und anderer Lektüre. Neben der Bibliothekspflege spielt auch die Öffentlichkeitsarbeit eine Rolle. Als leidenschaftliche Musikerin findet Charlotte Fiedler die Arbeit an der Musikschule besonders interessant: „Hier kann ich mit vielen erfahrenen Musikern arbeiten und bekomme gleichzeitig einen Einblick in die Berufswelt. Da ich später vielleicht selbst Musiklehrer werden will, ist das sehr hilfreich.“

 

Auch Nele Hampel hofft, von den Erfahrungen aus dem Bundesfreiwilligendienst später zu profitieren: Die 18-Jährige kümmert sich im Fachdienst Kultur und Weiterbildung vorwiegend um den Kulturblog der Stadt Lippstadt. Dort stellt sie aktuelle Veranstaltungen und Projekte rund um Lippstadt vor oder präsentiert kulturelle Vereine und Organisationen aus der Region. Auch die Erstellung der Internetseite zur Sonderausstellung „Im Fluss Lippe“ aus dem letzten Jahr oder die Begleitung und Organisation von kulturellen Veranstaltungen gehören zu ihren Aufgaben. „Durch den Bundesfreiwilligendienst habe ich die Chance gesehen, Erfahrungen mit der Öffentlichkeitsarbeit und organisatorischen Aufgaben zu machen“, erklärt die Soesterin. Nach dem praktischen Einblick will sie dann ins Studium starten und an der Universität Politik und Soziologie studieren.

 

Für Annika Titgemeyer ist das Jahr als „Bufdine“ nicht nur ein guter Einblick in die Berufspraxis, sondern auch eine kleine Verschnaufpause vor dem Studium: „Nach dem ganzen Lernen fürs Abitur und den Klausuren wollte ich mir eine kleine Auszeit nehmen“, gesteht die 18-Jährige schmunzelnd. Auf der Suche nach einer geeigneten „Bufdi“-Stelle habe sie dann letztendlich die Volkshochschule Lippstadt gefunden: „Hier kann ich die Organisation von Veranstaltungen und die Entwicklung eines VHS-Programmhefts kennenlernen und aktiv mitgestalten.“ Zu ihren Aufgaben zählen außerdem die Bearbeitung von Anmeldungen, das Erstellen und Verteilen von Plakaten und Flyern und der Telefondienst. Das erworbene Wissen kann sie sicherlich auch bei ihrem weiteren Werdegang einsetzen: Nach Ende des Einsatzes beginnt die Lippstädterin ein duales Studium bei der Stadtverwaltung Münster.

 

Bis zum Ende des Bundesfreiwilligenjahres gibt es aber noch viel Spannendes zu lernen: So finden in Bad Oeynhausen über das Jahr verteilt spezielle „Bufdi"-Seminare statt, bei denen neben dem Erfahrungsaustausch sowohl die Förderung sozialer Kompetenzen als auch das Vertiefen politischer Bildung im Vordergrund stehen. Und auch im Kulturbereich bleibt es bei allen drei Einsatzorten spannend: „Da gibt’s immer wieder Neues zu entdecken“, bringt es Nele Hampel stellvertretend für alle auf den Punkt. Tipps für ihre potenziellen Nachfolger gibt es an dieser Stelle auch: Am wichtigsten sei es, wenn man einfach offen und kontaktfreudig ist. „Der Rest kam von allein“, versichern alle Drei einstimmig.

 

Kulturbegeisterte, die Interesse an einer „Bufdi"-Stelle haben, sollten sich kurz­fristig bewerben, da die Nachfrage nach den Stellen allgemein sehr hoch ist. Für weitere Informationen steht Wolfgang Streblow, Fachdienstleiter Kultur und Weiterbildung, auch telefonisch unter 02941/980 284 zur Verfügung.

 

Weitere Einsatzstellen im Bundesfreiwilligendienst, die voraussichtlich zum 1. September 2016 besetzt werden können, bietet die Stadt Lippstadt in ihren Kin-dertageseinrichtungen „Esbeck“ und „Blauland“ an. Rückfragen hierzu beant­wortet der Leiter des Fachdienstes Allgemeine Jugendhilfe, Klaus Rennkamp, unter der Rufnummer 02941/980 701.

 

Eine weitere Stelle im Bundesfreiwilligendienst bietet die Stadt bei der Koperni­kusschule Lippstadt. Die Stelle soll mit Beginn des neuen Schuljahres zum 1. August 2016 besetzt werden. Für Rückfragen steht Ulrike Herbst, Fachdienst Schule, unter 02941/980 719 als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

 

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