Wie wird man Bürgermeister?

Politikunterricht im Rathaus

Lippstadt. Unterricht auf eine andere Art: Die fünfte Klasse der Drost-Rose-Realschule nutzte die Möglichkeit und verlegten ihren Politikunterricht in das Rathaus. Im großen Sitzungssaal, wo sonst der Stadtrat tagt, traf sich die Schülergruppe samt Lehrerinnen mit dem Bürgermeister. Im Vorfeld hatten die Schüler der Inklusionsklasse 25 Fragen an den Bürgermeister im Schulunterricht erarbeitet. Nun musste sich Bürgermeister Sommer diesen Fragen rund zu seinem Amt und seiner Person im Rathaus stellen.

 

"Welche Aufgaben erledigen Sie als Bürgermeister am liebsten?", möchten die Schüler wissen. Sommer erklärt, dass er als Vorsitzender im Rat, als Leiter der Verwaltung und als Repräsentant der Stadt viele unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen muss. Die Abwechslung und Vielfalt bereitet ihm am meisten Freude. Der 1,97 m große Bürgermeister verrät, dass er in seiner Freizeit viel Sport betreibt, gerne Kaffee trinkt und früher Tierarzt werden wollte. Die Frage nach seinem liebsten Fußballverein erhitzt die Gemüter der kleinen Besucher. Weder Borussia Dortmund noch Bayern München Fan, das können die Realschüler nicht verstehen. Sommers Fußballerherz schlägt neben dem SV Lippstadt für Borussia Mönchengladbach und das "schon immer", wie er versichert.

 

In lockerer Runde schildert er, dass man keine spezielle Ausbildung benötigt, um Bürgermeister zu werden. Da man jedoch von den Bürgern gewählt wird, "sollte man vorher einen Beruf gelernt haben und auch gute Schulnoten mitbringen." Gemeinsam wird im Anschluss noch das Rathaus erkundet und sich über Lippstadt als Stadt und Verwaltung ausgetauscht. Gestärkt mit Limonade, Süßigkeiten und wissenswerten Antworten treten die Schüler den Rückweg zur Schule an. "Eine gelungene Unterrichtsstunde", finden alle Beteiligten.

 

 

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