Mehr für Lippstadt!
"Wir fangen nicht bei Null an!“, betonte Bürgermeister Christof Sommer zum Bündnisstart, „die jetzige Bündnisgründung ist die logische Fortsetzung der Bestrebungen in den vergangenen Jahren in Lippstadt.
In Lippstadt ist bereits einiges getan worden, um Familien zu stärken: Im Jahr 2005 wurde das Jugend- und Familienbüro eingerichtet, um für Eltern, Kinder und Jugendliche eine zentrale Anlaufstelle für Familienfragen zu bilden. Wohnortnahe „Familientische“ wurden eingerichtet und die „Quietschorange Familienbox“, war in den Stadtteilen unterwegs, immer mit einem Ohr an den Bedürfnissen der Familien.
Der neue Familienpass in Lippstadt bietet Familien schon mit einem Kind , die ein geringes Einkommen haben, vielfältige Ermäßigungen bei der Teilnahme an Kultur und Bildungsveranstaltungen Als besonderes Highlight wurde mit Hilfe der örtlichen Dr. Arnold Hueck-Stiftung im Frühjahr 2008 ein „Mobiles Beratungsteam für Familien mit Kleinkindern“ eingerichtet.
Kinderkrankenschwestern und Hebammen führen Hausbesuche bei allen Familien mit neugeborenen Kindern durch.
Auf diese aktuellen Initiativen der Familienarbeit soll in Lippstadt im Rahmen des Bündnisses aufgebaut werden, um weitere Verbesserungen zu erreichen“, betonte die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Annette Bergschneider.Wir brauchen mehr Familienfreundlichkeit in Lippstadt!“, stellte Wolfgang Roßbach, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales der Stadt Lippstadt in seiner Ansprache heraus, „denn wir möchten eine lebendige und kreative Gesellschaft in Lippstadt erhalten, in der die Generationen sich aktiv begegnen und gemeinsam für eine hohe und gerecht verteilte Lebensqualität einstehen - Lippstadt soll zu einer Stadt der Generationen werden!“
Erste Ergebnisse
In verschiedenen thematischen Arbeitsgruppen konnten auf der Auftaktveranstaltung bereits zahlreiche Ideen zur Steigerung der Familienfreundlichkeit gesammelt werden.
Insbesondere die Eltern wünschten sich einen Ausbau der Familienfreundlichkeit in der Kernstadt. Hier wurden spezielle Toiletten für Kinder und Senioren, Spielbereiche in den Geschäften, aber auch mehr Sitzbänke in der Fußgängerzone angeregt.
Ein umfangreicher Familienwegweiser in Heftform und auf einer Homepage wurde ebenso gewünscht, wie mehr Plätze im öffentlichen Raum, die von Jugendlichen genutzt werden können oder erweiterte Öffnungszeiten („Randzeitenbetreuung“) in Kindertageseinrichtungen.
Im Bereich der Kinderbetreuung soll zudem die Vernetzung zwischen den Unternehmen, den Tageseinrichtungen für Kinder und der Stadt Lippstadt ausgebaut werden.
Erfreulich war das hohe Engagement der Teilnehmer, was sich auch in vielen konkreten Verabredungen für weitere Arbeitstreffen zeigte.
Vier Arbeitsgruppen wurden gegründet, die sich unter der Regie ehrenamtlicher Sprecher und Sprecherinnen im Abstand von zwei Monaten treffen, um die Umsetzung zu prüfen und voranzutreiben. In einem Jahr sollen in einem erneuten Plenum dann die Arbeitsergebnisse präsentiert werden.
Unterstützt wurde die Bündnisgründung vom Servicebüro der Initiative Lokale Bündnisse für Familie in Berlin. Nähere Informationen über das Lokale Bündnis für Familie in Lippstadt erhalten Sie von Frank Osinski beim Jugend- und Familienbüro der Stadt Lippstadt.Informationen über die bundesweite Initiative und konkrete Beispiele aus den Bündnissen sind im Internet unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de abrufbar.
Hintergrund
Die Initiative Lokale Bündnisse für Familie wurde vom Bundesfamilienministerium ins Leben gerufen.
Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und vor allem Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
Die Initiative wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.