Asylbewerber, Aufenthaltserlaubnis, Duldung, Visum, Visa, Ausländerberatungsstellen, Sozialatlas, Migranten, Migrantinnen, Ausländer, ausländische Mitbürger,

Ausländer

Alle aufenthaltsrechtlichen Angelegenheiten von Ausländern, die sich in Lippstadt aufhalten oder aufhalten möchten, werden von der Ausländerbehörde der Stadt bearbeitet.

Ausländer sind die Personen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit oder die deutsche Volkszugehörigkeit (Spätaussiedler) besitzen.

 

Sie erhalten nachfolgende Dienstleistungen

  • Erteilung, Verlängerung, Übertragung und Versagung von Aufenthaltstiteln
  • Erteilung und Verlängerung von Aussetzungen der Abschiebung, sogenannte Duldungen,
  • Ausweisungs,- und Rückführungsangelegenheiten
  • Beschaffung von Passersatzpapieren für Ausreisen
  • Asylangelegenheiten, wie Ausstellung und Verlängerung von Aufenthaltsgestattungen
  • Passangelegenheiten von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern wie z.b. Reiseausweise
  • Ausstellung und Entzug von Erlaubnissen zur Beschäftigung / Erwerbstätigkeit ( außer EU-Länder )
  • Integrationsangelegenheiten; Ausstellung von Berechtigungsscheinen für Integrationskurse.
  • Ausstellung von Bescheinigungen über das gemeinschaftliche Freizügigkeitsrecht sowie Feststellung des Verlustes.
  • Maßnahmen nach dem Aufenthaltsgesetz im LWL-Zentrum für  Forensische Psychiatrie in Lippstadt–Eickelborn

Aufenthaltstitel für Ausländer jetzt im Kreditkartenformat

Zum 1. September 2011 erhalten auch die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger einen elektronischen Identitätsnachweis. Nachdem bereits im November 2005 der elektronische Reisepass (ePass) und zum 1. November 2010 der neue Personalausweis mit Chipkartenfunktion im Kreditkartenformat eingeführt wurde, erhalten nun auch die in Deutschland gemeldeten Ausländer ein elektronisches Aufenthaltsdokument, den sogenannten elektronischen Aufenthaltstitel (eAT) mit digitalem Passfoto und Chip. Mit Einführung des eAT im Kreditkartenformat werden der bisherige Aufenthaltstitel (Klebeetikett), die Aufenthalts- und Daueraufenthaltskarte und der Ausweisersatz in Papierform abgelöst.

 

Für rund 3.000 der insgesamt 6.300 in Lippstadt lebenden Ausländerinnen und Ausländer wird der neue elektronische Titel die alten Dokumente ersetzen. Nicht betroffen von der Neuregelung sind die sogenannten „EU-Ausländer“.  Die Neuregelung trifft nicht alle auf einmal. Zurzeit werden alle Ausländerinnen und Ausländer mit Aufenthaltstitel schriftlich über die Neuerung informiert. Ab Anfang September sind dann für die Ersten jeweils zwei persönliche Termine zur Beantragung und Abholung notwendig. Neben einem biometrischen Foto müssen für den eAT, wie beim deutschen Personalausweis, auch zwei Fingerabdrücke abgegeben werden. Die bisherigen Aufenthaltstitel, die in die jeweiligen ausländischen Reisepässe und Passersatzpapiere eingeklebt wurden, behalten bis zum Ablauf der jeweiligen Pässe ihre Gültigkeit.

 

Elektronischer Aufenthaltstitel bereits ab dem 6. Lebensjahr

Mit dem neuen elektronischen Titel gehen auch weitere Änderungen einher: So müssen ab September Kinder bereits ab dem 6. Lebensjahr – nicht wie bisher ab dem 16. Lebensjahr – persönlich bei der Ausländerbehörde vorbeikommen. Deshalb wird die Stadtverwaltung für Kinder eine Kindersprechstunde am Montagnachmittag einrichten. Auch ausländische Angehörige eines deutschen Staatsbürgers müssen ab dem 1. September den elektronischen Aufenthaltstitel beantragen und bezahlen. Neu ist außerdem, dass auf dem eAT auch die Wohnadresse zu finden sein wird.

 

Insgesamt rechnet die Verwaltung mit einem deutlich höheren Arbeitsaufwand und längeren Bearbeitungszeiten zur Einführung des neuen elektronischen Aufenthaltstitels. Die Kosten für den neuen eAT stehen bisher noch nicht abschließend fest. Sie werden aber deutlich über den bisherigen Gebühren liegen.

 

Der elektronische Aufenthaltstitel (eAT)

Der neue elektronische Aufenthaltstitel besitzt einen Chip im Karteninneren, auf dem zum einen die biometrischen Merkmale (Lichtbild und zwei Fingerabdrücke), Nebenbestimmungen (Auflagen) und die persönlichen Daten gespeichert sind. Zusätzlich enthält der Chip die Möglichkeit einen elektronischen Identitätsnachweis sowie eine qualifizierte elektronische Signatur zu nutzen.


Ziel des neuen eAT ist es, die Aufenthaltstitel der Europäischen Union einheitlich zu gestalten und durch die Nutzung biometrischer Daten den Missbrauch zu verhindern. Für jeden Drittstaatsangehörigen wird ein eigener eAT ausgestellt.

 

Chip für Online-Kommunikation

Wie der neue Personalausweis dem deutschen Bürger, wird der eAT dem ausländischen Mitbürger außerdem die Möglichkeit der Online-Kommunikation mit Behörden und Verwaltungen eröffnen, um Zeit und Kosten zu sparen. Die Nutzung der Online-Ausweisfunktionen (elektronischer Identitätsnachweis und elektronische Unterschriftsfunktion) ist freiwillig und kann auf Wunsch ein- beziehungsweise ausgeschaltet werden.

 

Informationsblatt in 16 Sprachen

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bietet eine Kurzinformation zum neuen elektronische Aufenthaltstitel (eAT) in 16 Sprachen auf Ihrer Internetseite an

Kontaktadressen der Ausländerberatungsstellen/ Migrationsberatung
 

Sie möchten jemanden zu Besuch einladen, der für die Einreise ein Visum benötigt?